Referenz Carve-out
Herauslösung aus einem Konzern, fünf Länder, sieben Werke.
Nach der Unterschrift läuft eine Uhr. Lieferantenverträge, ERP, Infrastruktur, Endgeräte, Microsoft-Tenant und Daten mussten gleichzeitig und unter Frist eigenständig werden.
Steckbrief
Produzierendes Unternehmen, 500 bis 1.000 Mitarbeitende, Herauslösung aus einem Konzern, fünf Länder, sieben Werke.
- TSA-Laufzeit, vertraglich 12 Monate, abgelöst nach 4 Monaten
- 12 auf 4 Monate
- Kosten einer abgelösten US-Produktionssoftware, bei mehr Funktionalität und Datenhaltung in der EU
- −68 %
- in fünf Ländern gleichzeitig herausgelöst, mit Verträgen, ERP, Infrastruktur, Endgeräten und Tenant
- 7 Werke
Quelle: Ascentra Solutions, Carve-out eines produzierenden Unternehmens
Ausgangslage
Wenn ein Carve-out unterschrieben ist, läuft eine Uhr. Der Verkäufer stellt IT, Systeme und einen Teil der Verträge noch für eine feste Frist bereit. Läuft sie ab, muss das herausgelöste Unternehmen an jedem einzelnen Punkt allein stehen: Lieferantenverträge, ERP, Infrastruktur, Endgeräte, Microsoft-Tenant, Daten, bis hin zur Vertriebsstrategie.
Schwierig war weniger die einzelne Aufgabe als die Gleichzeitigkeit unter Frist:
- Zeitliche Rahmenbedingungen. Eine straffe Taktung zwischen Signing, Closing und TSA-Exit, mit parallelen kritischen Workstreams wie mehreren ERP-Einführungen.
- Spin-off nach langjähriger Konzernzugehörigkeit. Prozesse, Systeme, Organisationsstrukturen und Support-Funktionen waren über Jahre mit dem Mutterkonzern verschmolzen.
- Internationale Komplexität. Sieben Werke in fünf Ländern auf mehreren Kontinenten, mit abgestimmter Governance und früher dezentraler Handlungsfähigkeit.
Vorgehen
- Für jeden Lieferantenvertrag und jedes System zuerst die Frage: Geht es mit, oder muss es neu aufgebaut werden?
- Wo Verträge mitgehen konnten, Konditionen mitverhandelt, statt sie auslaufen zu lassen und neu zu vergeben.
- Für den Rest Ersatz ausgewählt, gemeinsam mit den Mitarbeitenden, die später damit arbeiten.
- Daten aus den Konzernsystemen abgezogen, verteilt und über alle Standorte wieder bereitgestellt.
- ERP an zwei Standorten eingeführt, weitere Software an drei Standorten.
- Infrastruktur, Endgeräte, Microsoft-Tenant und Vertriebsstrategie neu aufgebaut.
Unser Team hat die volle Verantwortung für definierte Workstreams übernommen, mit derselben Hands-on-Mentalität wie der Investor und unabhängig von Lastenheften. Die Umsetzung war eng strukturiert, jede Aufgabe wurde systematisch verfolgt.
Ergebnis
Das herausgelöste Unternehmen stand deutlich früher auf eigenen Systemen als geplant. Die TSA-Laufzeit wurde von vertraglich 12 auf 4 Monate verkürzt, jeder eingesparte TSA-Monat ist in dieser Größenordnung ein mittlerer sechsstelliger Betrag. Durch die Nachverhandlung und Ablösung von Lieferanten, Dienstleistern und Software sanken die Kosten im Einzelfall um bis zu 68 Prozent, eine US-Produktionssoftware wurde gegen Widerstand aus den Werken ersetzt, mit Datenhaltung in der EU und besserer Funktionalität als vorher.
Auch über den TSA-Exit hinaus begleiten wir das Unternehmen in verschiedenen Optimierungsprojekten.
An der Zusammenarbeit mit Ascentra Solutions schätze ich, dass sie Verantwortung übernehmen und nicht einfach nur ausführen. Das erlaubt mir und meinem Team, uns auf unsere Kernthemen zu fokussieren.
Ascentra Solutions ist für uns kein klassischer IT-Dienstleister. Sie denken weiter und betrachten neben der IT auch Prozesse und Menschen, damit die Lösungen langfristig tragen.
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